Mit diesem Beitrag sind wir am letzten Fototag dieser Schottlandreise angekommen. Bisher waren wir an den folgenden Locations unterwegs.
- Lochan na h-Achlaise
- Loch Tulla
- Loch Urr
- Hogwarts, sorry Glenfinnan
- Am Eilean Donan Castle beim Higlander
- Old Man of Storr und Neist Point
Morgens am Loch Fada
Ja, Loch Fada, daran sind wir gestern auf der Jagd nach Bildern zum Old Man of Storr vorbeigerauscht. Das Loch oder besser gesagt dieses Loch Fada liegt auf der Isle of Skye, denn in Schottland soll es vier Seen mit dem Namen Fada geben.
It’s all about light ist eines der Mantras, die gerade in der Landschaftsfotografie das Bild ausmachen. Wir standen fast drei Stunden am Ufer, sahen die Wolken kommen und gehen und nur für einen ganz kurzen Moment bekam die kleine Insel im See das Licht.
(FUJIFILM X-T5 mit FUJIFILM XF70-300mmF4-5.6 R LM OIS WR @97.9mm, 1/60s, f/8.0 und ISO125)
Im Gegensatz zum alten Mann sucht man sich einen Parkplatz am Straßenrand und achtet darauf, dass man beim Überqueren der Straße nicht überfahren wird. Dann sind es nur noch ein paar Minuten als Spaziergang zu den Fotospots am Rand des Loches.
(FUJIFILM X-T5 mit TAMRON 17-70mm F/2.8 DiIII-A VC RXD B070X @35.0mm, 1/4s, f/8.0 und ISO125)
Während wir von verschiedenen Positionen aus fotografierten, kamen einige Fotografen, aber alle blieben maximal eine halbe Stunde, was sehr schade war, denn in der Zeit, die wir am Loch Fada verbrachten, konnten wir viele Lichtstimmungen erleben, und die fast drei Stunden waren es allemal wert.
Mit der Absicht, noch ein Scotish Breakfest zu bekommen, machten wir uns auf den Weg zu den Fairy Pools.
Unterwegs zu den Feenbecken
Von Loch Fada bis zu den Fairy Pools sind es ca. 45min und so hatte ich die Befürchtung zu früh am Nachmittag dort anzukommen. Wie oben schon erwähnt, geht es Fotografen immer nur um das Licht und so war ein Stopp in Carbost angesagt, um im “The Old Inn” noch einmal Fish and Chips zu essen.
Inzwischen hatte das Wetter umgeschlagen und der Himmel war bewölkt und es begann zu nieseln. Als wir mit unserem Auto auf den Forrest Commission Car Park fuhren, sahen wir viele Wanderer und einige Fotografen, die mit großen Schritten auf die Autos zugingen, da es inzwischen stark regnete. Ein Blick auf das Regenradar versprach jedoch besseres Wetter und so machten wir uns langsam auf den Weg, entlang des Allt Coir’ a’ Mhadaidh (River Bridle) und am Fuße der Black Cullins. Die Fairy Pools liegen im Fluss am Weg und sind nicht zu verfehlen.
(FUJIFILM X-T5 mit TAMRON 17-70mm F/2.8 DiIII-A VC RXD B070X @17.0mm, 60s, f/8.0 und ISO125)
Unsere Strategie ging auf, obwohl die Fairy Pools ein beliebtes Ziel für Touristen sind, trafen wir aufgrund des Regens gefühlt nur wenige an und konnten in Ruhe fotografieren.
Ein Wermutstropfen blieb jedoch, das Wasser war knapp und so reduzierte sich die Anzahl der Fotospots deutlich, vielleicht lag es auch an einer glorifizierten Erinnerung, ich hatte die Fairy Pools mit deutlich mehr Wasser in Erinnerung und auch die Feen waren diesmal nicht beim Baden zu sehen.
(FUJIFILM X-T5 mit TAMRON 11-20mm F/2.8 DiIII-A RXD B060X @12.8mm, 60s, f/8.0 und ISO125)
Die knappe Stunde Fußweg zurück zum Auto war wie so oft gefüllt mit Gesprächen und Überlegungen, was der Tag außer ein oder zwei Drams Talisker noch bringen könnte.
Wir beschlossen, als letzten Spot dem Namensgeber meines Lieblingswhiskys einen Besuch abzustatten und machten uns auf den Weg zur Talisker Bay.
Stürmischer Abschluss in der Talisker Bay
Auch zur Talisker Bay ist es ein halbstündiger Fußmarsch, und schon auf dem Weg dorthin kündigte sich der stürmische Abend an und ließ hoffen, dass der Wind, der uns entgegenwehte, auf dem Rückweg ordentlich Anschub bieten würde.
Die Beine waren müde, nicht nur von diesem Tag, sondern von einer ganzen Woche Fotografie.
(FUJIFILM X-T5 mit TAMRON 17-70mm F/2.8 DiIII-A VC RXD B070X @20.0mm, 2s, f/7.1 und ISO125)
Was zunächst relativ ruhig begann, endete in einer beachtlichen Dünung in der Bucht. Hier möchte ich eine eindringliche Warnung aussprechen. Man muss die Wellen, und nicht nur eine, genau beobachten, wie weit sie am Strand auslaufen. Sonst gibt es nasse Füße und vor allem eine versalzene Kameraausrüstung.
(FUJIFILM X-T5 mit TAMRON 17-70mm F/2.8 DiIII-A VC RXD B070X @53.2mm, 4s, f/5.6 und ISO125)
Mit einem fast surrealen Auftritt der Sonne durch ein Wolkenloch verabschiedete sich Schottland von uns und schickte uns am nächsten Tag auf die Heimreise.
Unser Wunsch ging auch in Erfüllung und der Wind blies ordentlich, als wir den Fußweg zurück zum Auto antraten, aber der Wunsch war nicht präzise genug. Wir hätten den Regen abwählen sollen, aber so ist das eben in Schottland ![]()
Why do all good things come to an end?
Nur wenn etwas zu Ende geht, kann Neues beginnen. Nicht umsonst waren wir im Herbst 2023 für eine Woche in Schottland, natürlich zum Fotografieren, aber auch für das im ersten Post erwähnte Location-Scouting im kommenden Herbst mit der Fotogruppe der DAV Sektion Reutlingen.
Bis dahin, bleibt mir gewogen Euer Albfotograf