Berge, die leuchten so rot

Bestimmt habt ihr auch gelegentlich eine Idee, von der man sich nicht sicher ist ob es eine gute ist.

So ging es mir diesen Sommer, als ich relativ entspannt dem Vorhaben zustimmte, mal wieder auf den Piz Buin (3312m ) zu steigen.

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(FUJIFILM, X100F mit Built-In Lens @23.0mm, 1/60s, f/8.0 und ISO200)

Auf die Frage hin, wie oft ich da oben war konnte ich mich sehr genau erinnern. Insgesamt dreimal, 2x im Sommer und 1x im Winter. Auch unsere damalige Zeit für den Aufstieg, in ein altes Tourenbuch mit Stolz notiert, kam mir nicht besonders lang vor und ich stimmte dem Vorhaben zu.

Was mir nicht in den Sinn kam, war der Umstand das 24 Jahre ihre Spuren hinterlassen haben, am Piz Buin genauso wie bei mir. Damals ging ich in die Berge um zu klettern, bergsteigen und auf Skiern, die Fotografie nahm einen dokumentarischen Stellenwert ein. Trotzdem war und ist sie hilfreich, um sich an die Gegebenheiten zu erinnern, denn auch im Sommer 1999 waren wir bei Neuschnee unterwegs, wobei ich darauf gewettet hätte, dass wir super Wetter hatten (so die Erinnerung).

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Das Bild oben zeigt meinen Bergkameraden Jochen beim Nachstieg in Kamin, der Schlüsselstelle des Buin. Das folgende Bild Max, wie er in diesem Sommer den Kamin sicher kletterte, obwohl es die Tage davor einiges an Schnee gegeben hatte.

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(FUJIFILM, X100F mit Built-In Lens @23.0mm, 1/800s, f/8.0 und ISO200)

Dem Piz Buin fehlt inzwischen die Möglichkeit, den Gipfel über das Wiesbadner Grätle zu besteigen. Der Aufstieg verläuft genauso wie der Abstieg über dem Vermuntgletscher und durch eine riesige Geröllhalde, die vor 24 Jahren noch mit Eis bedeckt war.

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Der Wegfall diesen Teil des Zustiegs (beide Routen trafen sich in der Buin-Lücke, die inzwischen als steinschlaggefährdet gilt), verlängert die Tour doch um mindestens eine Stunde.

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(FUJIFILM, X100F mit Built-In Lens @23.0mm, 1/800s, f/8.0 und ISO200)

Trotzdem bestiegen wir den Berg in ordentlicher Zeit und konnten den Tag gemütlich wieder auf der Wiesbadner Hütte beschließen.

Ich glaube und hoffe, dass das nicht die letzte Tour war. Denn wie heißt es im Lied der Bergvagabunden am Ende.

Beim Alpenglühen heimwärts wir ziehen,
Die Berge, sie leuchten in rot.
Wir kommen wieder, denn wir sind Brüder,
Brüder auf Leben und Tod.

Bis zum nächsten Mal, Euer Albfotograf

P.S. wie sich an diesem Tag sehr schnell herausstellte, die anfangs beschriebene Idee war eine meiner guten 🙂

3 Antworten zu “Berge, die leuchten so rot

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