Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses

Neulich war ich wieder in den Bergen unterwegs. Dieses Mal in den Ötztaler Alpen, gelegen zwischen dem Stubai und dem Pitztal drängen in dieser Region so viele Berge über die die 3000er Grenze wie sonst nirgendwo in den Ostalpen.

Früher war ich dort oft unterwegs, zwischen Hoher Geige, Kreuz- und Wildspitze dem Similaun und der Weißkugel, damals als Alpinist und heute als Fotograf.

Einmal abgesehen von Sölden selbst, welches man schon vor 20 Jahren am besten schnell hinter sich gelassen hat, findet man im Ötztal immer noch die eine oder andere ruhige Ecke oder zumindest Bereiche, in denen sich die Menschenmassen verlaufen und man in Ruhe fotografieren kann. Wir sollten uns hier nichts vormachen, es sind nicht die anderen welche man gerne als Tourist abstempelt, auch wir als Fotografen und Alpinisten gehören dieser Spezies an, diese nicht nur den Menschen im Ötztal ihr Auskommen sichert.

Eigentlich ist es mir egal in welche Berge ich gehen darf, Hauptsache es geht irgendwo hoch und ich kann runter schauen, oder halt andersherum.

Gestartet bin ich im Windachtal, welches mich auch zu der Auswahl des Titels für diesen Beitrag inspiriert hat.

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(FUJIFILM, X-T2 mit FUJIFILM XF10-24mmF4 R OIS @20.0mm, 1/500s, f/8.0 und ISO200)

Weiter ging es am Nachmittag nach Vent, dem Bergsteigerdorf und von dort zu Fuß zu den Rofenhöfen und in das Tal, an dessen langem Ende die Weißkugel steht (welche aber auf dem folgenden Bild nicht zu sehen ist).

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(FUJIFILM, X-T2 mit FUJIFILM XF55-200mmF3.5-4.8 R LM OIS @99.8mm, 1/640s, f/4.0 und ISO200)

Um die Sterne und die Milchstraße zu fotografieren sind die Alpen natürlich bestens geeignet. Wer das Unterfangen nicht gerade direkt in Sölden plant, kann relativ einfach Orte mit sehr wenig Licht finden, einer davon ist oben am Gaislachkogel.

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(FUJIFILM, X-T2 mit dem SAMYANG 12mm F2.0 NCS CS @12.0mm, 10s, f/X und ISO1600)

Seinen Abschluss fand meine Fototour am Timmelsjoch, wo neben einem kleinem und einsamen Bergsee ein Bauer mit seinen Ziegen für die Abrundung des Tages sorgten.

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(FUJIFILM, X-T2 mit FUJIFILM XF18-55mmF2.8-4 R LM OIS @23.3mm, 1/200s, f/18.0 und ISO200)

Eine Langzeitbelichtung konnte ich mir bei dem faszinierendem Wolkenspiel nicht verkneifen und so musste ich meiner Leidenschaft nachgehen.

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(FUJIFILM, X-T2 mit FUJIFILM XF18-55mmF2.8-4 R LM OIS @18.0mm, 30s, f/14.0 und ISO200)

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(FUJIFILM, X-T2 mit FUJIFILM XF55-200mmF3.5-4.8 R LM OIS @200.0mm, 1/1250s, f/8.0 und ISO200)

Womit meine Zeit in den Bergen wieder langsam zu Ende ging. Um auf den Titel dieses Beitrags zurück zu kommen, in den Bergen habe ich viele schöne Momente erlebt. Verglichen mit manchen Menschen die ich getroffen habe, reicht das für zwei Leben. Dafür, bin ich unendlich dankbar und freue mich darauf das es noch hoffentlich lange so weiter gehen möge. Wenn es aber dann einmal vorüber ist, wäre der Fluss im ersten Bild ein schöner letzter Platz. Früher, in jungen Jahren auf den großen Bergen hatte ich manchmal die Sorge das ich dort oben bleiben und es nicht mehr herunterschaffen könnte – heute, ist es anders herum.

Vielen Dank fürs Mitgehen, b!

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