Irgendwo im Nirgendwo – Glencoe, Schottland 1/2

Eigentlich versuche ich jedes Jahr mindestens einen Workshop zu besuchen, zum einen ist es immer sehr interessant mit anderen Fotografen zu quatschen und darüber hinaus lernt man nie aus!

Traveling to Glencoe

Es ist 4 Uhr morgens und der Wecker klingelt, ich muss zum Flieger nach Schottland. Yep, ein Fotoworkshop in Schottland soll es sein und das im Januar … ob das eine gute Idee ist, weiß ich noch nicht. Zumindest erreiche ich den Flughafen pünktlich und auch der Check-In klappt. Schottland, dass ist für mich ein Traum … schon immer gewesen und das wird es auch hoffentlich immer bleiben.

Das Drama beginnt, wir kommen in Stuttgart mit 1:15h Verspätung weg. Es ist kalt und der Flieger muss enteist werden, ok …. aber hatten wir das die letzten 10 Tage nicht auch schon? Egal, nicht ärgern es wird schon gut gehen.
In Amsterdam erfahre ich, dass alle Flüge wegen Nebel gecancelt sind und es erst am Dienstag weiter geht, so die erste Auskunft. Ich darf mich in die KLM-Warteschlage einreihen. 2,5h später halte ich ein neues Ticket in der Hand – Glasgow, Schottland – nur halt etwas später, am Nachmittag, ich bin so froh und meine Stimmung steigt deutlich an.
Boarding 14:35 Uhr, was jedoch immer wieder verschoben wird – egal der Flieger hebt ab, gegen 16:30 Uhr, im Nebel ….

In Glasgow angekommen, sind Anschlüsse nicht mehr möglich. Ich wollte mit dem Bus nach Glencoe, daraus wird leider nichts. Also entschließe ich mich schweren Herzens ein Taxi zu nehmen, was mich das Getränkebudget der Woche kostet. Trotzdem, die Fahrt ist nett und unterhaltsam – der Taxifahrer erzählt gerne von hier, aber er labert einen nicht zu. So bleibt Zeit die Ortsnamen zu studieren und ich erkenne einige von ihnen wieder. Der West Highland Way kreuzt die A82 an der einen oder anderen Stelle und so erfreue ich mich an vielen schönen Erinnerungen aus jungen Jahren.

Kurz nach 7 am Abend lässt mich mein Chauffeur springen, am Clachaig Inn – mitten im Glencoe, dort wo schottische Bergsteigerlegenden geboren wurden und ich die nächsten Tage fotografieren darf, also irgendwo im Nirgendwo.

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(FUJIFILM X-T1 mit FUJIFILM XF18-55mmF2.8-4 R LM OIS @48.4mm, 1/80s, f/6.4 und ISO800)

Die Beschilderung ist eindeutig und verspricht eine interessante Zeit, obwohl ich lieber gleich in die Boots Bar möchte, entschließe ich mich doch zuerst um mein Zimmer zu kümmern, also „Reception“ … danach geht’s aber in die andere Richtung.

Nun ist es 20:30 Uhr und wir treffen uns in der Hotelbar … im richtigen Ambiente, wie ich finde.

image

Da hier in Schottland alles anders herum ist, als bei uns – gleich mal drei Protagonisten von rechts nach links. Talisker 57° North, ein Red Ale (oder was davon noch übrig ist) und eine Fujifilm X100F (die es noch gar nicht gibt, offiziell zumindest – vorgestellt wurde sie vor ein paar Tagen).

Das wird spannend, wir werden sehen … sleep well.

Uih denke ich mir

Das wird ein heftiges Frühstück. Black Pudding, Haggies, Würstchen mit Schinken – Eier, Tomaten und Pilze. Das hält bis zum Abend, den entweder ist einem danach schlecht oder man ist satt! Mein Magen entschließt sich nach einer gewissen Bedenkzeit zu letzterem und heimlich wird schon das gleiche Frühstück für morgen geordert. Dann geht’s los um 09:30 Uhr, da ich ohne fahrbaren Untersatz unterwegs bin darf ich bei Matt mitfahren, Matt und Paul leiten den Workshop und haben neben vielen guten Ratschlägen und klasse Lokationen immer einen lustigen Spruch parat, von Langeweile also keine Spur – ich bin unterwegs mit den Fujiholics.

Was wir hier machen lässt sich am besten mit „Long Exposure Photography“ beschreiben, die Belichtungszeiten liegen im großen Sekunden Bereich, bis hin zu einigen Minuten.

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(FUJIFILM X-T1 mit FUJIFILM XF10-24mmF4 R OIS @10.0mm, 28s, f/16.0 und ISO200)

Für gestresste Zeitgenossen tritt hier recht zügig Entspannung ein, da man meistens nicht nur ein Bild macht, sondern mehrere und das dauert, lange … manchmal richtig lang … zum Glück Smile

Für mich interessant, ist die Tatsache das man bei langen Verschlusszeiten Dinge sieht, welche das Auge nicht oder anders war nimmt. Zum Beispiel bekommt man Spiegelungen auf einer Wasserfläche zu sehen, welche auf den ersten Blick nicht zu erkennen waren. Es ist einfach eine andere Art Motive des Sehens und Erkennens.

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(FUJIFILM X-T1 mit FUJIFILM XF14mmF2.8 R @14.0mm, 90s, f/13.0 und ISO200)

Kurz vor 5 am Abend geht’s dann zurück ins Hotel, der Pub wartet … wir kommen.

Viel Spaß beim Anschauen und bis bald, b!

Eine Antwort zu “Irgendwo im Nirgendwo – Glencoe, Schottland 1/2

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