Löwenzahn

Fotografie hat für mich auch immer etwas Unerwartetes, oft (bei mir sehr oft) fotografiere ich etwas Anderes, als eigentlich geplant war. Dieser Löwenzahn ist ein gutes Beispiel dafür, denn eigentlich waren Langzeitbelichtungen geplant, für die sich leider die Wolken gegen Abend verzogen hatten.

DSCF7165_copy_v1_qtm

(FUJIFILM X-T1 mit XF18-55mmF2.8-4 R LM OIS @55.0mm, 1/800s, f/14.0 und ISO200)

Aufgenommen habe ich das Foto mit der Fuji X-T1 und dem 18-55mm, welches ich als kompaktes Zoom-Objektiv überaus schätze, zumal die Abbildungsleistung dieser Linse sehr gut ist. Obwohl das 18-55mm bei Blende F/5.6 im Zentrum am besten auflöst, habe ich mich entschlossen Blende 14 zu verwenden, einfach aus dem Grund das die Aufnahme im Nahbereich (das Objektiv hat eine Naheinstellgrenze von 30cm) gemacht wurde und ich hier eine hinreichend große Tiefenschärfe erreichen musste. Wir sprechen hier von 1,03cm (bei F/5.6) vs. 2,6cm bei (F/14.3).

Über einen Verlaufsfilter (ND 0.9) habe ich den Himmel und die Blüte ein wenig abgedunkelt und insgesamt knapp 2 Blenden unterbelichtet. Den Stengel und die Blüte des Löwenzahn, konnte ich dann durch die Verwendung der folgenden Werte in Photo Ninja betonen.

image

Ich wähle dabei immer den folgenden Ablauf:

  1. Detail (hier +10), da dieser Regler Auswirkungen auf die Highlights hat und diese meistens noch ein wenig verstärkt
  2. Contrast (+5), Erhöhung des Kontrasts. Auch hier gibt es Abhängigkeiten zu den Highlights (hellen Bildteilen)
  3. Exposure offset (falls notwendig, hier in diesem Fall nicht)
  4. Illumination (+25), dieser Regler stellt eine dem von Lightroom her bekannten “Adaptive Lightning” ähnliche Funktion dar und hellt nur die dunklen Bereiche auf
  5. Highlights (-1), da die Sonne durch die Blüten des Löwenzahns deutlich und sehr hell zu sehen ist
  6. Shadows (+0,5), Anhebung der Tiefen

Das Bild wurde danach noch geringfügig geschärft und als TIFF exportiert, damit anschließend in Affinity Photo ein Tone Mapping (Schwarz/Weiss) durchgeführt werden konnte.

Prinzipiell verfügt Affinity Photo ebenfalls über die Möglichkeit Fuji-RAWs zu bearbeiten, allerdings stelle ich bei Photo Ninja eine deutliche bessere und sichtbare Verarbeitung von Fuji RAWs fest, besonders wenn ein großer Dynamikbereich im Bild vorhanden ist. Portraitaufnahmen dagegen, bearbeite ich oftmals direkt in Affinity Photo … ohne den Umweg über Photo Ninja zu gehen.

Viel Spaß beim Anschauen.

b!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s