Fujifilm XF50-140mmF2.8 R LM OIS Foot Replacement (2ter Anlauf)

oder …

… Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Bevor es mit dem Blog los geht, ein Hinweis in eigener Sache. Der Beitrag beinhaltet möglicher Weise Links zu Herstellern und verschiedenen Versandhändlern. Vorsichtshalber sei das als Werbung deklariert, die eigentich keine ist. Ich darf mir das Zeug ja selber kaufen.

Dieser Film aus meiner Kindheit kam mir in den Sinn, als ich über ein “Schuh-Problem” an meinem Fujifilm XF50-140mmF2.8 R LM OIS WR Zoom-Objektiv gestolpert bin. Denn darum geht es hier, am XF50-140mm passte der Schuh (Objektiv-Fuß) nicht mehr (so richtig).

Running Dogs

(FUJIFILM X-H2s mit FUJIFILM XF50-140mmF2.8 R LM OIS WR @124.3mm, 1/5000s, f/2.8 und ISO800)

Das Märchen soll uns hier nicht weiter interessieren, obwohl es eine Reihe von Protagonisten gibt die ganz gut passen würden. Einen Prinzessin mit einem Herzenswusch, einen naiven Prinzen und einen “dicken” Akku (NP-W235) und natürlich dem dazugehörigen Happy End.

Könntest Du Bilder von den Hunden machen?

Ja klar kein Thema, zumal wir Schnee haben und Sonne angesagt ist. Wieso also nicht?

Erst als ich auf der Schwäbischen Alb bei -8° im Schnee kniete stellte ich fest, dass ich das XF50-140mm nicht an die Kamera monitieren kann. Aber was war passiert?

Das Fujifilm XF50-140mmF2.8 R LM OIS WR war eines meiner ersten lichtstarken Zooms und ich glaube, dass ich es 2015 angeschafft habe. Wie es sich gehört, wurde sogleich der Stativmanschettenfuß (so heißt das laut der Bedienungsanleitung wirklich) gegen einen Arca-Swiss kompatiblen ersetzt. Denn, erst einige Zeit danach, mit dem Erscheinen des Fujifilm XF200F2 R LM OIS WR, kam Fuji auf die Idee, dass Arca-Profil gleich in den Objektiv-Fuß zu integrieren. Die Vorteile der Integration liegen dabei auf der Hand.

  • Kein weiteres Bauteil um das Objektiv auf einem Stativ zu befestigen und damit geringere Fehleranfälligkeit, da sich hier nicht versehentlich die Platte lösen kann
  • Die Bauform bleibt erhalten
  • Geringere Kosten, da eine zusätzliche Arca-kompatible Platte entfällt
  • Vielleicht sogar Fotoworkshops an denen einem Teilnehmer keine Kamera vom Stativ fällt (so hat jeder seine Traumata)

Für ein freihändiges Fotografieren wie bei diesem Hunde-Shooting, wäre ich mit dem originalen Objektiv-Fuß oder ohne zurecht gekommen. Eine schnelle Lösung war letztendlich das Lösen der Stativmanschette und drehen des Objektiv-Fußes um das Einsetzen der Linse zu ermöglichen.

Wo liegt denn nun das Problem?

Der originale Stativmanschettenfuß Smile läuft schräg nach Vorne weg. Damit ist auch bei Kameras mit angesetzem Batteriegriff genügend Platz, egal wie groß der Griff auch ist.

Der Hejnar-Fuß dagegen ist “rechtwinklig” und hat damit das Potential mit größer werdenden Betteriegriffen in Konflikt zu geraten. Was bei der X-T3 mit dem VG-XT3 durch die kleineren Akkus gerade noch ging (viel Platz war da auch nicht mehr), klappte mit der Fujifilm X-H2s und dem VG-XH nicht mehr. Denn dort wird der NP-W235 im Batteriegriff verwendet der deutlich breiter als der NP-W126s ist (36,3mm versus 38,5mm). Der VG-XH macht aus der X-H2s eine mächtige Kamera.

Das folgende Bild zeigt das Objektiv mit dem montierten Hejnar-Fuß.

Fujifilm XF50-140mm mit Hejnar Objektiv-Fuß

Genau genommen hatte ich drei Möglichkeiten um die Sache in den Griff zu bekommen.

  1. Ich finde einen Objektiv-Fuß der flach genug ist, damit er mit dem Batteriegriff nicht in Konflikt kommt – Low-Profile
  2. Es gibt einen Objektiv-Fuß der wie der originale von Fujifilm schräg gebaut ist und dazu noch das Arca-Profil mitbringt
  3. Ich verwende die originale Stativmanschette und zusätzlich eine Platte für die Montage auf einem Stativ

Option 3 wollte ich nicht gänzlich ausschließen, aber doch vermeiden. Nicht umsonst habe ich diese Option als letztes genannt.

Die Kandidaten waren damit …

… der Haoge LMR-XH154, der bereits als Low-Profile Fuß bezeichnet werden kann, zumindest wenn man ihn mit dem Hejnar vergeicht. Mit knapp 50 € deutlich billiger als der Hejnar vor sieben Jahren, zumal ich für den auch noch Zoll bezahlen durfte, damit quasi 1/3 dessen Anschaffungskosten.

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Credits https://www.amazon.de

Passend zu Position 2, habe ich die iShoot Stativschelle (es ist ein Objektiv-Fuß und keine Schelle) gefunden, die auf die Bezeichnung XF514 hört und für knapp 45 € ebenfalls im großen Fluß zu haben ist.

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Credits https://www.amazon.de

Damit ging es ans Ausprobieren am XF50-140mm.

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Das Bild oben zeigt, von links nach rechts alle drei vorhandenen Objektiv-Füße, die ein Arca-Profil besitzen. Startend mit dem, nicht mehr für die X-H2s + VG-XH passendem Hejnar-Modell, in der Mitte dann der iShoot der analog zum originalem Fujifilm ebenfalls schräg verläuft bis zum rechten, von Haoge produziertem Fuß.

And The Winner is

Montiert und probiert habe ich alle, der Hejnar war schon sieben Jahre erprobt im Einsatz. Der Haoge-Fuß passt, aber gerade so und super knapp. Ich hatte die Innensechskantschraube am Fuß entfernt, da diese der Gummierung des Griffs gefährlich nahe kam. Letztendlich habe ich den iShoot XF514 behalten der am Fujifilm XF50-140mmF2.8 R LM OIS WR und der X-H2s einen passenden und soliden Eindruck hinterlässt.

IMG_20230111_095540_ON1_Cloud

Mit allen kleineren Kamera und Batteriegriff-Kombinationen gab es schon vorher keine Probleme und mit dem iShoot natürlich auch nicht.

Das war auch nicht das erste Foot Replacement (klingt eigentlich schöner als Objektiv-Fuß) von iShoot, ich hatte schon vor ein paar Jahren ein Sigma 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM mit einem neuem Objektiv-Fuß versehen, der ebenfalls von iShoot war und perfekt gepasst hat.

Und doch ein Happy-End?

Ja natürlich, der Prinz konnte liefern und die Prinzessin bekam ihre Bilder. Der Akku hatte keine Schuld und die Chinesen haben es gerettet.

Border Collie im Schnee

(FUJIFILM X-H2S mit FUJIFILM XF50-140mmF2.8 R LM OIS WR @140.0mm, 1/12800s, f/2.8 und ISO800)

Das Shooting war im wahrsten Sinne des Wortes eine coole Sache bei -8°C, hat aber riesigen Spaß gemacht und das nicht nur dem Fotografen, sondern auch den Modells.

Bleibt mir gewogen und bis zum nächsten Mal, Euer Albfotograf

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